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Spyro Vouvakis, 28 Jahre, Erzieher

Wie alles begann...

Mit 16 Jahren bin ich mit Hauptschulabschluss von der Schule abgegangen. Ich wollte beruflich in die kaufmännische Richtung gehen und habe sämtliche Maßnahmen genutzt, die mir Praktika oder sogar einen Ausbildungsplatz verschaffen sollten.

Zum Glück hatte die Firma, die mir zwei Monate vorher eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation zugesagt hatte, Konkurs angemeldet. Einzelhandelskaufmann im Lebensmittel- und Textilbereich (Edeka, Spar Express, H&M und New Yorker) war nach mehreren Jahren des Hineinschnupperns auch nicht wirklich das Richtige für mich. Selbst in der Gastronomie konnte ich mich in den tollsten Hotels, Küchen oder in den schönsten Arenen in Hamburg beruflich nicht wiederfinden.

Ein Pädagoge aus dem Haus der Jugend bei mir um die Ecke, wo ich schon als Kind immer zu Besuch war, hat mir die Ausbildung zum Erzieher näher gebracht. Um die Ausbildung überhaupt starten zu können, musste ich aber erst meinen Realschulabschluss nachmachen. Tagsüber arbeitete ich Vollzeit als Lagerist und abends ging ich zwei Jahre zur Abendschule. Mit 25 Jahren begann ich dann die Ausbildung zum Erzieher. Währenddessen habe ich gleich mein Fachabitur für Sozialpädagogik absolviert, was mir später vielleicht mal ein Studium ermöglicht. Während der Ausbildung hatte ich unendlich viele Nebenjobs...

Warum Erzieher…

Ich bin Erzieher geworden, weil ich in meinem Leben gerne mit Menschen zu tun habe und einfach sehr gerne mit Kindern zusammen bin. Mir gefällt es, die Kinder jeden Tag aufs Neue zu erleben und vor allem an der Entwicklung des Kindes Teil zu haben.

Ich liebe es einfach, mich auf Kindeshöhe zu bewegen, mich in ein Kind hinein zu versetzen und es individuell zu fördern. Du weißt als Erzieher nie genau, was dich erwartet. Ich kann mir vielleicht einen groben Zeitplan stricken. Trotzdem weiß ich nicht, wie sich Kind A heute verhält oder was Kind B bewegt. Wie reagieren sie auf mein Angebot oder auf eine neue Regel von mir? Als Erzieher erlebe ich einfach nicht den 08/15-Berufsalltag.

Ich mochte Kinder schon immer und habe mich gerne mit ihnen beschäftigt. Ich trainiere beispielsweise in meiner Freizeit seit drei Jahren eine Fußball-Jugendmannschaft. Irgendwann war mir klar, dass ich die Berufung zum Beruf machen muss.

Wie es weitergeht...

Über meine Zukunftspläne habe ich mir noch keine konkreten Gedanken gemacht. Ich wollte vielleicht noch Sozialpädagogik studieren, um eventuell später eine Einrichtung zu eröffnen.


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