‹ zurück

Peter Kühne, 27 Jahre, Erzieherfachschüler

Peter Kühne

Wie alles begann...

Nachdem ich zwei Ausbildungen abgeschlossen hatte (Verwaltungsfachangestellter und Mediengestalter Bild / Ton bei dem Bürger- und Ausbildungskanal TIDE ) und auch nach der Ausbildung in diesen Berufen tätig war, habe ich mich dazu entschlossen, etwas Sinnvolles im Leben zu machen.

Durch die vielen Plakate in den Hamburger U-Bahnen und einem anschließendem Telefonat mit einem Mitarbeiter der Initiative „Vielfalt Mann – Dein Talent für Hamburger Kitas“ habe ich gut überlegt den Entschluss gefasst, eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher zu beginnen. Im Laufe meines beruflichen Werdegangs habe ich bei den unterschiedlichen Stationen die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer am meisten geschätzt. Auf der Suche nach einer guten schulischen Ausbildung mit der Möglichkeit mein Fachabitur nachzuholen, die auch noch in der Nähe meiner Wohnung ist, bin ich dank der Informationen von „Vielfalt Mann“ auf die FSP1 in der Wagnerstraße gestoßen. Das hat sich bisher nicht als Fehler herausgestellt.

Warum Erzieher...

Das Arbeiten mit Kindern hat mich immer fasziniert, weil ich es für die ehrlichste Arbeit überhaupt halte. Ich denke, dass ich das Talent habe, die Neugier und den Forschungsdrang der Kinder zu fördern und zu animieren. Schließlich gehe ich selbst immer mit Neugier, also mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Ich möchte mein bisher erlerntes Wissen gerne an die Kleinsten in unserer Gesellschaft vermitteln und ihnen eine Hilfe beim so wichtigen Start ins Leben sein.

An dem Beruf schätze ich die Ehrlichkeit und Neugier der Kinder und die alltäglichen Herausforderungen und Eindrücke, während man eine Gruppe betreut. Sie verstecken ihre Gefühle und Meinungen nicht hinter blendenden Worten. Die strahlenden Gesichter der Kinder, wenn sie eigenständig Zusammenhänge und Lösungen erkennen und die eigenen Fähigkeiten erweitert oder gefestigt haben, sind der Lohn, zum Beispiel für die Planung und Hilfe, die man bei einem Projekt leistet.

Als Erzieher lebt man in dem Bewusstsein, ein wichtiger Teil des Weges, den ein Kind im Leben beschreitet, zu sein. Für eine bestimmte Zeit kann ich Hilfestellungen geben, die Bezugsperson beim Erlernen des notwendigen Rüstzeugs für das spätere Leben und wichtiger Bestandteil der Entwicklung des Kindes sein.

Wie es weitergeht...

Als Kind in der Kinderkrippe, im Kindergarten, Sportverein oder in der Jugendfeuerwehr waren meine Betreuer und ErzieherInnen die großen, allwissenden Helden, von denen ich nun sehr gerne ein Teil werden möchte. Es hat mich sehr gefreut, dass ich bei der FSP1 mit zusätzlichen Kursen meinen Fachhochschulabschluss erreichen kann, um nach dem Abschluss zum Erzieher auch als „Medienpädagoge“ tätig sein zu können.

Ich schreibe und zeichne sehr gerne. Gleichzeitig bin ich durch meinen erlernten Medienberuf sehr an den Themen Film / Musik / Kunst / Grafik sowie deren Produktion interessiert. Ich bin eine engagierte, aufgeschlossene Person, die neben dem geschickten Umgang mit sämtlichen elektronischen Medien auch über ein handwerkliches Talent und einer großen Portion Kreativität verfügt. Gleichzeitig habe ich mir durch die Ausbildung in der Verwaltung auch das Grundgerüst für die spätere Leitung einer Kindertagesstätte oder Eröffnung einer eigenen Kita angeeignet. Die Zukunft liegt jedenfalls im Bereich Erziehung.

Kindermund tut Witze kund...

Wir waren auf dem Hof spielen. Leon wurde sichtlich nervöser, jedoch scheinbar noch nicht motiviert genug, ganz allein die Toilette aufzusuchen. Also bat er mich, ihn zu begleiten. Leon trug den gesamten Tag ein besonderes Spielzeug mit sich herum und nahm es auch mit auf Toilette. Doch dafür benötigt man ja zwei Hände, was er dann nach ein paar Versuchen selbst bemerkte.

Er bat mich also, seinen Schatz an mich zu nehmen und SEHR gut drauf aufzupassen. Sehr schnell, ich würde fast behaupten viel schneller als sonst, war Leon fertig. Die Tür ging auf und mich erwartete die Frage: „Wo ist mein Spielzeug?“

Ich hatte es fest in der Hand und gab es Leon nach dem Händewaschen wieder. Mit einem coolen und direktem „Du bist mein Freund“ -Kommentar nahm er es dankbar an sich, während wir wieder zusammen auf den Hof gingen.   


zurück