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Nico Matthiesen, 29 Jahre, Erzieher

Nico Matthiesen

Wie alles begann:

Für mich stand ziemlich schnell fest, dass ich Erzieher werden wollte. Schon im Kindesalter habe ich in das Freundschaftsbuch meines Bruders unter der Kategorie Berufswunsch geschrieben, dass ich Erzieher werden will. In meiner Jugend habe ich häufig auf ein benachbartes Mädchen aufgepasst. Auch mein erstes Schulpraktikum habe ich bereits in einem Kindergarten absolviert. Durch meine positiven Erlebnisse in dieser Zeit hat sich mein Berufswunsch noch weiter verfestigt. Somit stand sehr schnell fest, dass ich nach meinem Schulabschluss auf die Berufsfachschule für Sozialpädagogik Niendorf gehen werde.

Dort habe ich im Jahr 2003 meinen Abschluss zum Sozialpädagogischen Assistenten gemacht. Und da ich keine halben Sachen mache, habe ich mich entschieden die Erzieherausbildung direkt hinten dran zu hängen. An der Fachschule für Sozialpädagogik in Harburg habe ich dann im Januar 2007 meine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher erfolgreich beendet.

Nach dem langen Ausbildungsweg musste ich nun noch meinen Zivildienst absolvieren. Ich hatte mich dazu entschieden, meinen Zivildienst in der evangelischen Kindertagesstätte Maria Magdalena in Osdorf zu tätigen. Die Einrichtung gehört zu meinem jetzigen Träger. Ich habe also sozusagen durch den Zivildienst den Einstieg in die Berufswelt geschafft. War der Zivi also doch für was gut!

Der Leiter der Kindertagesstätte erzählte mir, dass das Werk noch offene Stellen habe und daraufhin habe ich mich beim Kindertagesstättenwerk Blankenese beworben. Ich wurde zu Anfang als Springer eingestellt. Ich bin also von Kita zu Kita gesprungen, um  Erzieher/innen im Krankheitsfall oder im Urlaub zu vertreten. Ich habe immer gesagt, „ich komme dahin, wo Not am MANN ist.“ ;)

So kam ich insgesamt durch ca. 13 Kindertagesstätten, was sehr positiv war. Ich hatte die Möglichkeit, viele unterschiedliche Häuser und Konzepte kennenzulernen. In der schönen Springerzeit lernte ich auch meinen jetzigen Arbeitgeber, die evangelische Kindertagesstätte Iserbrook, kennen. Sie hat mir so gut gefallen, dass ich dort um eine Festanstellung bat. Das Werk wollte mich anfangs als Springer behalten, da es sonst noch nicht so viele Männer in den Kitas gab. Nach einem Jahr als Springer konnte ich dann aber trotzdem in der Kita anfangen. Ich hatte mittlerweile auch das Bedürfnis nach einer festen Gruppe und mehr Verantwortung.

Seit August 2012 ist meine Arbeit in drei Kategorien aufgeteilt: Zum einen bin ich nun stellvertretende Leitung in der KitaIserbrook mit wöchentlich acht Stunden, Gruppenleitung in einer Elementargruppe kombiniert mit Vorschularbeit für 11 Wochenstunden sowie 20 Stunden in unserem neu gegründeten Standort für Ganztägige Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) an der Grundschule Schenefelder Landstraße in Iserbrook. Ich bin sehr zufrieden mit meinen neuen Aufgaben. Die Kinder nennen mich statt Herr Matthiesen liebevoll Matti und ich freue mich über eine sehr enge Zusammenarbeit mit meinen Kita-Leitungen und auch in der GBS.

Warum Erzieher...

Der Erzieherberuf ist sehr abwechslungsreich. Jeder Tag ist anders und es erwartet einen immer etwas Neues.  Ich mag den Kontakt zu vielen Menschen, besonders aber zu den Kindern. Das, was die Kinder einem zurückgeben, ist unbezahlbar. Besonders herausfordernde Kinder, die schwer zu erreichen sind, liegen mir sehr am Herzen. Man sieht die Fortschritte bei den Kindern direkt. Es ist ein schönes Gefühl, wenn man ihnen dabei hilft, ihre eigenen Wege zu finden und sie dabei zu begleiten.

Außerdem bin ich ein sehr sportlicher Typ. Alles, was mit Bewegung zu tun hat, bringt mir Spaß und das kann ich in meinem Beruf gut einbringen. Ich leite zum Beispiel einen Sportkurs im GBS-Bereich. Auch in der Kita kann ich mit Sport und Spielideen die Kinder begeistern und sie gezielt in ihrer Grob- und Feinmotorik fördern. Meiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Wie es weitergeht...

Einen Teil meines Zieles habe ich schon erreicht. Ich wollte ins Leitungsteam, um in diesem Bereich mehr zu erfahren. Mein größtes Ziel ist es aber, eine eigene Kindertageseinrichtung zu haben.

Kindermund tut Witze kund...

Kita-Ausflug in den Tierpark Hagenbeck: Meine Kollegin sagt zu uns:

  • „Guckt mal, da sind die Braunbären.“
  • Daraufhin ein Kind: „NEIN, das sind Him (Bären)!“

Es gibt aber noch zahlreiche weitere Anekdoten. ES WIRD NIE LANGWEILIG !!!


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