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Marcel Bock, 34 Jahre, Erzieher

Marcel Bock

Wie alles begann...

Ich bin nach meinem Abi 1997 zunächst als Zivi in einer Behinderteneinrichtung in Schleswig-Holstein gelandet. Durch meinen Umzug nach Hamburg genoss ich die zweite Hälfte meiner Zivizeit in einer Kitavon Kinderwelt Hamburg e.V. Der Umgang mit den Kindern wurde mir schnell wichtiger als die Hausmeistertätigkeiten, für die ich eigentlich eingestellt wurde.

Nach meinem Zivildienst bin ich der Kita noch eine gewisse Zeit als Aushilfe treu geblieben, habe mich nach einer Praktikumsstelle und anschließender Assistenztätigkeit bei einem Hamburger Fotografen dann aber drei Jahre komplett auf die Fotografie konzentriert.

Den Kontakt zur Kita habe ich zwar gehalten, bin aber erst 2004 aus Spaß an der Arbeit mit Kindern als Aushilfe zu Kinderwelt zurückgekehrt. Während dieser Zeit lernte ich einen Mann kennen, der sich in der berufsbegleitenden Ausbildung zum Erzieher befand. Die Idee, meine Aushilfstätigkeit mit einer Ausbildung zu krönen, gefiel mir sofort und ich habe mich sehr schnell an der Wagnerstraße angemeldet. Das Fotografieren habe ich nicht aufgegeben. Es ist mittlerweile mehr als ein Hobby, es ist mein zweites berufliches Standbein. Auch bei der Arbeit nutze ich es für die Dokumentation im Kita-Alltag.

Die Ausbildungszeit zum Erzieher verging wie im Fluge und da bin ich nun – seit Februar 2009 staatlich anerkannter Erzieher mit dem Zweitberuf Fotograf.

Warum Erzieher…

Als Erzieher begleite ich Menschen kontinuierlich während ihrer wichtigsten Entwicklungsphase und das über einen langen Zeitraum – in keinem anderen Beruf kann man Menschen so dicht und so intensiv kennenlernen. Es ist toll, die Entwicklung der mir anvertrauten Kinder aus nächster Nähe mitzuerleben und sie bei ihrem Start ins Leben zu unterstützen. Besonders die rasante Entwicklung bei Kindern unter drei Jahren fasziniert mich immer wieder. Außerdem kann ich als Erzieher so vielfältig wie in kaum einem anderen Beruf meine Kompetenzen nutzen. Es gibt nichts, was ein Kita-Kind nicht lernen will.

Wie es weitergeht...

Ich sehe meine berufliche Entwicklung im Alltag. Täglich habe ich die Chance, mich während der Arbeit mit den Kindern weiterzuentwickeln. Was meine berufliche „Karriere“ angeht, kann ich noch nicht sagen, dass ich in einem bestimmten ZeitraumKita-Leitung werden möchte oder in einen anderen Bereich der sozialen Arbeit wechseln möchte. Momentan bin ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Funktion.

Kindermund tut Witze kund…

Gespräche unter Dreijährigen wie:

  • „Ich habe im Februar Geburtstag...und duu?“
  • „Ich habe in Deutschland Geburtstag.“
  • „Achso.“

- erlebe ich so oft, dass es einen stressigen Tag leicht aufwiegen kann.


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